Broadway Musical of the 2015/16 season

Zwischen August ’15 und meiner Abreise Ende April konnte ich dann nach und nach die Musicals der 2015/2016 Saison sehen. Obwohl ich fast die komplette Saison in New York wurde es dann em Ende doch noch knapp, da viele Shows erst kurz vor der Tony Awards Deadline in März und April mit ihren Vorstellungen beginnen. Dennoch habe ich es geschafft mit zwei Ausnahmen alle Musicals zu sehen: American Psycho (aus Mangel an Interesse und Zeit) und Hamilton (aus Mangel an Interesse und Möglichkeit Karten zu bekommen). 

Between August ’15 and my departure at the end of April I could see the musicals of the 2015/2016 season one after another. Even though I was in New York for almost the entire season it got tight towards the end because so many shows only open close to the Tony Awards deadline in March and April. I still managed to see every musical with two exceptions: Amercian Psycho (lack of interest and time) and Hamilton (lack of interest and ways to get affordable tickets).

Wie schon zuvor fange ich mit den Revivals an. Spring Awakening war, obwohl das Musical inhaltlich nicht mein Fall ist, sehr faszinierend und beeindruckend. Das war vor allem der Inszenierung zu verdanken, in der taubstumme und hörende Schauspieler gemeinsam auf der Bühne standen. Die komplette Show wurde zusätzlich in Zeichensprache aufgeführt, was in die Choreografie eingebunden wurde (3.5/5). Fiddler On The Roof ist ein viel-geliebter Klassiker, der aber leider nicht so mein Fall war. Das Musical war für mein Empfinden zu lang und teilweise zu langatmig, wenn die Geschichte auch interessant war (3.5/5). The Color Purple war zwar eine inspirierende Geschichte, hat mich aber am Ende nicht so beeindruckt wie viele andere, was zum Teil wahrscheinlich der sehr minimalistischen Inszenierung geschuldet ist, die ohne Vorkenntnisse zum Thema doch manchmal etwas verwirrend war. Und auch musikalisch ist nicht viel hängen geblieben (3/5). She Loves Me war definitiv mein Revival-Highlight: eine tolle romantische Geschichte, schöne Musik, durchweg tolle Schauspieler (u.a. Laura Benanti und Jane Krakawski!) und ein wunderschönes Bühnenbild. Toll! (4.5/5)

Like last time I’m going to start with the revivals. Spring Awakening was, even though not totally my thing content wise, very fascinating and impressive. That was thanks to the staging of the production, putting deaf and hearing actors on stage together and using ASL throughout the entire show, integrated with the choreography (3.5/5) Fiddler On The Roof is a beloved classic, that unfortunately wasn’t really my thing. The musical was too long and partially too slow for my taste, even though the story is very interesting (3.5/5). The Color Purple was an inspiring story, but didn’t end up impressing me as much as it did for many other people. That’s probably partially due to the very simplistic production that, without any prior knowledge about the piece, left me confused at times. The music also didn’t stay with me (3/5). She Loves Me was definitely my revival highlight: a wonderfully romantic story, great music, fabulous actors (incl. Laura Benanti and Jane Krakowski!) and a beautiful set. Fab! (4.5./5)

Die nächsten vier Musicals sind im weitesten Sinne Musicals die schon bekannte Musik benutzen. Dames At Sea ist genau genommen ein Revival, lief aber in der Vergangenheit nur Off-Broadway. Das kurzlebige Musical war eine triviale aber lustige Komödie mit eindrucksvollen Steppeinlagen und vor allem dem komödiantischen Genius von Leslie Margaritha (3.5/5). Shuffle Along – and the Making… ist ein Musical über das erste Musical das komplett von Afroamerikanern geschrieben, produziert und aufgeführt wurde. Es bietet eine interessant Geschichtsstunde, ist aber bizarr inszeniert, sodass ich ich mich mit den Charakteren trotz toller Schauspieler nicht identifizieren konnte – schade (3/5). On Your Feet ist die Geschichte des Aufstiegs von Gloria Estefan basierend auf ihren bekannten Hits. Die Geschichte ist komisch und tragisch zugleich und die cubanischen Rhythmen regen zum mittanzen an (3.5/5). Disaster ist eine Farce auf die Katastrophenfilme der 70iger, mit den dazu passenden Diskohits. Das ergibt herrlich überzogenen Klamauk mit tollen Songs und einen 1A Cast – und allen voran Jennifer Simmard als glückspielsüchtige Nonne (4/5).

The next four musicals are, broadly, all musicals that use previously existing music. Dames At Sea is technically a revival, although it only played Off-Broadway before. The short-lived musical was a trivial but funny comedy with impressive step numbers and most importantly the comedic genius of Leslie Margaritha (3.5/5). Shuffle Along – and the making… is musical about the first musical with an all black cast, producers and writers. It offers an interesting history lesson but is bizarrely staged, so that I couldn’t identify with any of the characters despite the amazing actors – unfortunate (3/5). On Your Feet is the story of Gloria Estefan’s rise to fame based on her life and famous hits. The Story is funny and tragic at once and the Cuban rhythms make you wanna dance along (3.5/5). Disaster is a farce on the disaster movies of the 70s, with the appropriate disco hits. That makes for hilariously overblown slapstick with great music and a fabulous cast – including Jennifer Simmard as a nun with a gambling addiction (4/5).

 Die nächsten 3 Musicals sind Adaptionen von anderen Materialen. School Of Rock ist ein neues Andrew Lloyd Webber Musical basierend auf dem beliebten Film mit Jack Black. Die Rock-Musik war nicht so wirklich mein Fall, aber die Geschichte ist schön, und es macht Spaß den Kindern zuzusehen, die alle ihre eigenen Instrumente spielen (3,5/5). Tuck Everlasting ist eine Adaption des amerikanischen Kinderbuch-Klassikers. Was eingangs sehr vielversprechend klang, konnte meinen Erwartungen am Ende nicht hundertprozentig standhalten – vor allem musikalisch. Die Geschichte war traurig-schön, so sehr, dass am Ende kein Auge trocken blieb. Noch nie habe ich im Theater so geheult. Die 11-jährige Sarah Lewis in der Hauptrolle war fantastisch (4/5). Eins meiner absoluten Highlights der Saison war Waitress. Geschrieben von Singer-Songwriter Sara Bareillis basiert das Musical auf dem Film „Jennas Kuchen“ (Waitress). Jessie Mueller ist eine Naturgewalt in dem Stück und die Musik ist voll Ohrwürmer, die ich auch ein Jahr später noch rauf und runter höre (4,5/5).

The next three musicals are adaptations from other source materials. School Of Rock is a new musicals from Andrew Lloyd Webber based on the beloved movie with Jack Black. The rock music wasn’t totally my thing, but the story is nice and it’s great fun to watch the kids, who are all playing their own instruments (3.5/5). Tuck Everlasting is an adaption of the American children’s book classic. What sounded very promising could in the end not fully live up to my expectations – mostly musically. The story is beautifully sad, so much so that there wasn’t a dry eye at the end. Never have I cried that much in the theater before. The 11-year old Sarah Lewis in the lead was fantastic (4/5). One of my absolute highlights of the season was Waitress. Written by singer-songwriter Sara Bareillis the musical is based on the movie Waitress. Jessie Mueller is a force of nature and the show that is full of catchy tunes that I’m still playing on a loop a year later (4.5/5).

Zum Abschluss die neuen Musicals, die kein schon existierendes Material als Grundlage hatte. Zuerst war da Amazing Grace, dass ich geliebt habe, als ich es vor zwei Jahren sah. Es ist inspiriert von der Entstehung des berühmten Liedes und widmet sich der schwierigen Geschichte der Sklaverei in der Zeit des Britischen Empire. Die gesamte Besetzung war großartig und die Show hat eine ganz besondere Energie geschaffen. Leider konnte das Musical sein Publikum nicht finden und lief nur recht kurz (4,5/5). Allegiance beschäftigt sich mit einem anderen schweren Thema: die japanischen Inhaftierungslager nach dem Anschlag auf Pearl Harbor im zweiten Weltkrieg. Das Musical ist inspiriert von tatsächlichen Geschehnissen und den persönlichen Erinnerungen von George Takei,der in diese Zeit ein kleiner Junge war. Er spielt auch selbst mit. Teilweise hat mir das Musical sehr gut gefallen, aber ich konnte mich nicht recht mit der weiblichen Hauptrolle identifizieren – vielleicht weil ich die Zweitbesetzung gesehen habe… es ist leider nicht lange genug gelaufen, um es zum Vergleich ein zweites Mal zu sehen. Ich habe mich aber sehr gefreut, Katie Rose Clark wieder zu sehen und ihre Geschichte war mein liebster Teil (4/5). Das andere absolute Highlight der Saison für mich war Bright Star. Geschrieben von Comedian Steve Martin und Country Singer-Songwriter Edie Brickell ist es in den 1920iger und 1940iger Jahren in North Carolina angesiedelt. Es erzählt eine inspirierende Geschichte von Menschlichkeit, Liebe und Vergebung, die mein Herz gebrochen und wieder zusammengesetzt hat. Die Country- und Blue Grass Musik ist phänomenal und läuft immer noch rauf und runter (5/5).

Last but not least come the original musicals not based on any preexisting material. First up is Amazing Grace, which I loved when I saw it almost two years ago. It’s inspired by the origin of the famous song and tackles the tough story matter of slavery during the times of the British Empire. The entire cast was amazing and the show created a very special energy. Sadly it couldn’t find an audience and was rather short-lived (4.5/5). Allegiance deals with another tough subject matter: the Japanese internment caps after the attack on Pearl Harbor in World War Two. The musical is inspired by real events and George Takei’s personal memories of this time as a little boy. He also starred in the show. I really liked parts of it, but I couldn’t really connect to the female lead – maybe because I saw the understudy… it ended up closing too soon to see it again with Lea Salonga. I was very happy to see Katie Rose Clarck again though and her story line was my favorite part (4/5). My other absolute highlight of the season was Bright Star. Written by comedian Steve Martin and country singer-songwriter Edie Brickell it’s set in the 1920’s and 1940’s North Carolina. It tells an inspirational story of humanity, love and forgiveness that broke my heart and mended it back together. The country and blue grass music is phenomenal and I still play it on a loop (5/5).

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